Baumschutz der ungewöhnlichen Art: Zwei mächtige Stieleichen genießen in Breitbrunn Schutz vor dem Zugriff jedes Baulöwen – sie sind als anerkannte Naturdenkmäler unantastbar. Damit ein Bauträger das Grundstück trotzdem bebauen darf, bot er eine Grunddienstbarkeit im Grundbuch an: Die Bäume dürften dann weder entfernt noch zerstört oder verändert werden. Über das Schicksal dieser grünen Denkmäler dürfte dann nur der Freistaat Bayern entscheiden. Tatsächlich genehmigte der Bauausschuss des Gemeinderats am Montag den Bauvorbescheid.

Am Winkelweg entstehen nun überhalb des Ammersees 5 neue Einfamilienhäuser. Gemeinderätin Christane Gruber (BGH) hatte vergeblich versucht, für die Grundstücke einen Bebauungsplan durchzusetzen. Ihr war die mächtige Versiegelung von rund 700 Quadratmetern plus Zufahrtsstraßen für 5 Häuser zuviel. Bürgermeister Schiller hatte Zweifel geäußert, ob ein Bebauungsplan einen ökologischen Vorteil brächte: Ein Bebauungsplan dürfe das Baurecht nicht beschränken, sonst mache sich die Gemeinde Schadenersatz-pflichtig.
Das Bauvorhaben hat Gemeinde und Landratsamt schon lange beschäftigt. Erst im April wollte sich der Bauträger den Bau von insgesamt 7 neuen Häusern genehmigen lassen, zog den Antrag auf einen Vorbescheid aber in letzter Sekunde zurück. Der Bauausschuss hatte vorher schon signalisiert, dass er Bedenken gegen die Pläne habe.
Der Widerstand hat sich für Landschaft und Natur gelohnt: Die neuen Pläne des Bauträgers sehen statt zwei Einfamilienhäusern im Nordteil (genau in der scharfen Linkskurve des Winkelwegs) nur noch ein Gebäude vor. Und jenseits der drei mächtigen Bäume (2 Stieleichen und eine – nicht mehr geschützte Rotbuche) im Südteil sollen nur noch 4 statt 5 Häuser errichtet werden.
Dagegen, so das Bauamt der Gemeinde, sei nichts zu sagen, weil es ähnlich große Häuser in der Umgebung gebe. Und wenn kein Bebauungsplan mit strikten Vorgaben existiert, darf sich ein „Bauwerber“ (Behördendeutsch) nach dem berühmten Paragrafen 34 auf die Nachbarschaft berufen.
Erleichtert wurde die Zustimmung des Bauausschusses auch durch die ökologisch ausgerichteten Baupläne: Die Häuser werden in Holzbauweise mit begrünten Flachdächern errichtet. Zudem soll der Energiebedarf reduziert werden. Damit die Wurzeln der Bäume geschont werden, stehen die Gebäude auf Pfählen und sind nicht unterkellert. Sie stehen nicht im Kronen-Traufbereich der Eichen.
Gemeinderätin Christane Gruber, sozusagen das grüne Gewissen des Bauausschusses, freute sich zuerst einmal darüber, dass statt 7 nur 5 Häuser geplant sind. Sie glaubt allerdings, dass trotzdem die gleiche Grundfläche versiegelt wird. „Ich bin der Meinung, dass die Gemeinde die Grundstücke übeplanen sollte“, meinte sie, fand aber nur in ihrer Fraktionskollegin Claudia von Hirschfeld eine Mitstreiterin. Aus der Fraktion der Grünen gab es keine Bedenken.
Gemeinderat Thomas Bader (CSU) regte an, dass man die Rechts-Links-Kurven im Winkelweg breiter machen solle. Der Bauträger sieht das wohl auch so und bietet der Gemeinde einen Geländestreifen in der Kurve zum Kauf an.





Das Thema mit dem Bebauungsplan, dem Baurecht und dem Baumschutz wird uns auch im Gartenbauverein bis in den Herbst beschäftigen, denn wir sitzen ja im AK Umwelt. Ob das nun die Sache mit dem Baumschutz oder der Pflanzung einer Streuobstwiese ist… immer stoßen wir auf die juristischen Mahnungen unseres Buergermeister Schillers. Hoffentlich bekommen wir die schriftlichen Unterlagen der Gemeinde zur neuen Baumschutzverordnung nicht erst am Vortag und können uns da einarbeiten. Das Procedere eines AK ist schon wichtig, vor allem wenn der Buergermeister auf die Einsicht der Bauherrn setzt und denkt, dass diese sich freiwillig um Baumschutz bemühen. Das obige Beispiel könnte die Baumschutzverordnungsgegner vielleicht zur Überprüfung ihrer Argumente bewegen.
Tja, wie alt muss man werden, um all die Erfahrungen gesammelt zu haben, die für Sie anscheinend die Voraussetzung sind, um ein politisches Amt auszufüllen?
Man braucht mit der Politik von Frau Lang nicht einverstanden zu sein, aber sollten wir nicht froh sein, wenn auch junge Personen in der Bundespolitik mitmischen?
Bei den Kommunalwahlen erhalten junge Bewerber jedenfalls regelmäßig überproportional viele Stimmen.
Ist es eigentlich ein Makel, wenn jemand mal ein Kinderbuch geschrieben hat.
Warum wird Herr Habeck eigentlich immer auf diese eine Phase in seinem Leben reduziert?
Jeder kann nachlesen, dass er – unter anderem – promoviert hat und schon mal Umweltminister in einer Landesregierung (Schleswig-Holstein) war.
Den Schutz dieser Baumgruppe am Winkelweg als Naturdenkmale regelt die aktuelle Verordnung des Landratsamtes Starnberg zum Schutz von Bäumen und Baumgruppen als Naturdenkmäler (Naturdenkmalverordnung Bäume) vom 25. März 2021.
Dort ist u. a. unter § 1 der Schutzgegenstand, Absatz (1) wie folgt geregelt: „Die in der Anlage 1 zu dieser Verordnung aufgeführten Einzelbäume und Baumgruppen einschließlich der geschützten Umgebung werden als Naturdenkmäler unter Schutz gestellt. Die geschützte Umgebung ist bei diesen Einzelbäumen und Baumgruppen der Wurzelbereich, d. h. der Bereich der Kronentraufe (die von der Baumkrone überdeckte Bodenfläche) zuzüglich 1,5 Meter in allen Richtungen“. Nachdem der Bauausschuss inkl. der grünen Mandatsträger dem Bauvorhaben nach sorgfältiger Prüfung der Sitzungsvorlage zugestimmt haben, darf man davon ausgehen, dass diese sogenannte „geschützte Umgebung“ = Baumkrone + 1,5 m von der geplanten Bebauung nicht tangiert wird. Oder doch?
Es wäre gut wenn die zuständige Behörde das hinterher fachorientiert überprüfen würde… Ist sie dazu verpflichtet? Und werden während der ausgiebigen Baumaßnahmen ueber Monate hinweg auch überprüft ob tonnenschwere Maschinen und Fahrzeuge auf dem Wurzelbereich stehen? Während des Bauens kann auch viel Wurzelwerk zerstört werden.
Sehr geehrte Frau Körner,
Ihrer Frage:“ … Ist sie dazu verpflichtet?“ nachzukommen, möchte ich Sie auf das entsprechende „Amtsblatt für den Landkreis Starnberg, 14. Ausgabe vom 28. April 2021“ verweisen, mit dem die etsprechende Verordnung veröffentlicht wurde, und u. a. unter § 3 Verbote, § 7 Zuständigkeiten und Verfahren, und § 9 Ordnungswidrigkeiten diese regelt. Hierzu der entsprechende Link des Amtsblatt: https://www.lk-starnberg.de/media/custom/2235_644_1.PDF?1619591924
Ob die Verwaltung in der Bauausschusssitzung auf diese Verordnung hingewiesen, oder sogar diese mit den Sitzungsunterlagen verschickt hat, kann ich nicht beurteilen. Grundlage für die positive Abstimmung sollte diese jedoch jedem Bauausschussmitglied bewusst gewesen sein!
Ob die zuständige Behörde, hier Untere Naturschutbehörde Landratsamt Starnberg während der Ausführung ihrer Verpflichtung im Rahmen der Baukontrolle nachkommt, kann ich nicht einschätzen. Aufrund der Erfahrung bei der Baustelle Gymnasium Herrsching und damit verbundenen großflächigen Zerstörung der Torfschichten, glaub ich eher nicht. Als Anwohner sollte man eher dort zufällig vorbei schauen; ähnlich wie beim Kienbach.
Danke Herr Feuerherdt, ja das wäre sicher nicht falsch. Wenn die Baumaßnahmen in Breitbrunn beginnen, werde ich mal hinschauen und fotografisch dokumentieren. Ich schreibe auch an Herrn Erhardt von der unteren Naturschutzbehoerde eine Anfrage zur Thematik. So viele Naturdenkmäler haben wir ja nicht in Breitbrunn. Auch wird es immer schwieriger die alten Bäume mit jungen Exemplaren nachzupflanzen. Für die gefällte Linde am alten Friedhof hat die Gemeinde Herrsching vor Jahren eine Elsbeere nachgepflanzt, die seither keinen Zentimeter gewachsen ist und jetzt abzusterben droht. So frustrierend ist das inzwischen mit den Nachpflanzungen im Garten und im oeffentlichen Raum. Heidi Körner, Gartenbauverein Breitbrunn
Leider sind ein Großteil der Kommentare falsch. Die immer wieder gleichen Personen behaupten immer wieder das Gleiche über die Grünen im Gemeinderat und Bauausschuss. Die Kommentare werden dadurch nicht besser, denn sie sind überwiegend falsch und basieren auf fehlenden Wissen. Man arbeitet mit Unterstellungen und Beleidigungen, ohne sich wirklich mal Mühe zu machen, um was es geht. Als Gemeinderat der Grünen habe ich da einen guten Einblick.
Das schadet leider auch dem Medium HERRSCHING.Online in seinem Bemühen, um eine umfassende, faire Berichterstattung. So wird durch die unsachlichen Kommentare eher das Gegenteil erreicht, zu dem, um was es wirklich geht; nämlich Herrsching bunter, lebenswerter und grüner zu machen. Diejenigen, die am größten meckern, habe ich noch nicht bei den Treffen der ehrenamtlichen Menschen gesehen, die sich um grüne Ortspolitik Gedanken machen.
Sehr geehrter Herr Mulert, Sie beschränken sich, wie immer, darauf den Beleidigten zu spielen, und hören nicht auf immer wieder zu betonen, dass die Grünen im Gemeinderat und im Bauausschuss zu Unrecht an den Pranger gestellt werden. Welche konkreten Gedanken haben sich die Grünen bitte in der Vergangenheit um grüne Ortspolitik gemacht? Können Sie aus der Vergangenheit auch nur ein Projekt der Grünen nennen, das einem solchen Anspruch gerecht wird? Alle schwerwiegenden Umwelteingriffe, von der Biotopzerstörung beim Gymnasium bis zur umweltzerstörenden Kienbachsanierung wurden mit den Stimmen der Grünen abgesegnet. Ihren Wahlversprechen und dem daraus resultierenden Wählerauftrag wurden und werden Sie in keiner Weise gerecht. Aber bitte, klären Sie die Öffentlichkeit auf, was an der Berichterstattung und den Kommentaren falsch sein soll. Aber bitte detailliert und ohne Floskelei.
Die beiden Stieleichen in Breitbrunn haben den höchsten Schutzstandard den grüne Baudenkmäler haben können. Trotzdem stürzen sich Bauherrn genau auf solche Bauplätze und wollen ausgerechnet auf diesen Bauplaetzen das Optimum herausholen. Diese Handlungsweise ist der eigentlich Skandal. Ich denke, dass es gut wäre, in unserem Gemeindebereich nicht nur horizontal, sondern auch vertikal zu verdichten. Und, muss nach einer Bebauung innerhalb einer Generation, mit einem Haus dann eine Steigerung auf sieben Häuser erfolgen? Danke, dass der Gemeinderat alles versucht hat. Und es stimmt schon, dass sich einige Gemeinderaete mehr als ihre Kollegen bemühen. Es wäre schön, wenn weitere alte Bäume in Breitbrunn unter Schutz gestellt würden und eine Baumschutzverordnung es den geschaeftstuechtigen, baubegeisterten Zeitgenossen ein wenig schwerer machen würde, jetzt den wunschorientierten Kahlschlag im Ortsbereich weiter zu forcieren.
Hallo Gerd, ja ich gehöre da wohl auch dazu. Ich denke, dass Kommentare nicht falsch sein können, wohl aber Argumente. Da hast du schon recht. Trotzdem finde ich es gut, dass es bei herrsching online möglich ist, in einem kleinen Rahmen ohne weltweites „sozial media“ wie twitter usw. Auf Herrsching begrenzt zu kommentieren. Vorteil… es wird und wurde bisher nicht beleidigt, beschimpft, gemobbt oder bedroht. Gerd Kloos filtert da schon, oder wir Teilnehmer wissen wie man fair diskutiert. Ich würde auch beim Merkur kommentieren, aber da ist der Zugang nur ueber externe „Sozialmediakanaele“ möglich und nicht direkt beim ?Verlag.
Liebe Frau Körner, Ihren Eindruck, dass hier nicht beschimpft und beleidigt wird, kann ich leider nicht teilen.
Ich unterstütze den Appell von Herrn Mulert, dass diejenigen, die mit den Grünen unzufrieden sind, doch mal an einer der regelmäßig stattfindenden Ortsversammlungen teilnehmen und ihren Frust dort loswerden sollten.
Auf diesem Weg könnte man doch viel besser miteinander ins Gespräch kommen und vielleicht sogar manches Missverständnis ausräumen. Es wäre auf jeden Fall fairer, als in diesem Leserforum seinem Missmut freien Lauf zu lassen.
Sehr geehrte Frau Böckelmann, schön, dass Sie wieder unter Klarnamen schreiben.
Der Bürger misst die Grünen daran, welches Bild die Fraktion im Gemeinderat abgibt. Und dieses Bild ist katastrophal. Wenn sogar Herr Meyerhöfer sagt, dass die BGH die besseren Grünen sind, so ist dem nichts hinzuzufügen. Diese Meinung hat sich auch bei einem Großteil der politisch interessierten Bevölkerung verfestigt, von denen die Grünen aufgrund ihres Wahlprogramms gewählt wurden. Leider blieb von den diversen Versprechungen nichts übrig. Und Aussagen aus dem grünen Lager, die Politik sei doch kein Wunschkonzert, sind beim besten Willen nicht hinnehmbar. Arroganz muss sich der Wähler nicht auch noch gefallen lassen.
Hallo Frau Böckelmann, jetzt habe ich mir die Kommentare nocheinmal langsam durchgelesen. Wegen einer Augen OP habe ich gerade nicht das volle Sehvermögen. Also es geht da schon etwas wiederholend gegen die grüne Fraktion und dass sie ihren „grünen“ Anspruch nicht stark genug vertreten wuerde. Ich persönlich teile diese Ansicht nicht, bin aber angenehm überrascht, dass auch andere Fraktionen sich im Gemeinderat in den letzten zwei Jahren den „grünen Themen“zuwenden. Danke an alle Gemeinderäte, die für eine gesündere Zukunft arbeiten auch an Gerd Mulert.
Im Bauausschuss der Gemeinde Herrsching läuft es wie immer. Der Ortsvorstand von B 90/Die Grünen stellt fest, dass die BGH-Fraktionsmitglieder die besseren Grünen sind. Der Bürgermeister holt wieder das Schreckgespenst der „Schadensersatzpflicht“ aus der Mottenkiste und der CSU ist es ein besonderes Anliegen, dass die Zufahrtsstraße breit genug ist. Hoffentlich erinnern sich die Wähler bei der nächsten Kommunalwahl noch daran, wer an dieser „großartigen“ Ortsentwicklung mitgewirkt hat.
und wieder mal grüßt das Murmeltier…muß Natur der Profitgier weichen…
unsere Nachbarin damals in Gräfelfing, eine liebe alte Frau mit schnuckeligem Höuschen und vielen Vögeln und anderen Tieren im naturbelassenen Garten , der Blick aus meinem Küchenfenster auf ihre Bäume, die dem sog. „grünen Gürtel“ angehörten, wunderbar, unantastbar sprach die Gemeinde , ein Jahr später wurden alle Bäume gefällt, auf dem Grundstück entstand ein doppelter Doppelhauswahnsinn mit viel Beton und zeitsparendem SteinwüstenVorgarten
jetzt hab ich irgendwie ein Déjà-vu …mal sehen wie lang die Eichen denkmalgeschützt bleiben…liegt niemandem daran, diese schöne Ammersee Landschaft zu erhalten, anstatt mit diesen Würfelbauten immer weiter zu verschandeln und zu verdichten? Am Inninger Hügel klappte das Vorhaben wohl nicht so ganz und hier sind nicht nur die gestiegenen Bau und Zinskosten das Problem, sondern auch noch manch nette Nachbarn…..die Stechmücken ups
Grüße vom energetisch top und geschmackvollen Wohlstandsnest
Und natürlich braucht es für die SUVs der neuen Hausbesitzer größere Kurvenradien.
In München versucht man es dem überbordenden Verkehr ungemütlich zu machen, in Herrsching legt man den Asphaltteppich für Autos aus …
… Und das „grüne Gewissen“ regt sich dann doch noch bei den Grünen, leider außerhalb des Gemeinderats. Gut so, aber insgesamt wundert mich der geringe grüne Widerstandsgeist im Bauausschuss und Gemeinderat schon, sei es beim geplanten Kienbachausbau, bei den riesigen Bauvorhaben in Neuwiddersberg oder beim letztendlich geglückten Versuch der Verwaltung und des Bürgermeistertrios, den Bürgerantrag zum Baumschutz im Abklingbecken ‚AK Umwelt‘ quasi endzulagern.
NB Noch ist der Kienbach im Ort baumbestanden. Trotzdem ist der Wasserspiegel momentan nach ein paar heißen Tagen bereits gefährlich niedrig. Baumschutz wird in Zukunft immer mehr Menschenschutz werden, aber auch da steht die schon vom Gemeinderat gebilligte umfangreiche Abholzung durch das Wasserwirtschaftsamt bevor. Die Wassertemperatur wird steigen, die Verdunstung auch.
Am Seehofparkplatz kann man bereits nach der Fällung der Kastanien im Frühjahr den Menschen und Autos beim Schmoren zusehen.
Wo ist die politische Kraft in Herrsching, die die längst bekannten Fakten zur Kenntnis nimmt und an nachhaltigen Lösungen arbeitet? So toll es ist, Frau Gruber kann es allein mit der BGH nicht richten.
Ich verstehe und teile die von Herrn Meyerhöfer artikulierten Bedenken, die es aber aus der Fraktion der Grünen bezeichnender Weise nicht gab. Gerne täusche ich mich, aber ich kann mich nicht erinnern, dass die Grünen im Gemeinderat jemals etwas „Grünes“ auf den Weg gebracht haben. Vor einiger Zeit wurde ich sogar frech mit der Bemerkung abgespeist, Politik sei schließlich kein Wunschkonzert. Fazit: Wählerauftrag nicht erfüllt und nicht (mehr) wählbar.
Als direkter Anwohner der Steingrabenstraße sehe ich nun (schon wieder) eine monströse Bebauung, die sich an den derzeit entstehenden Häusern in der Seeblickstraße orientiert(…darf sich ein „Bauwerber” nach dem berühmten Paragrafen 34 auf die Nachbarschaft berufen..)
Ich gebe der Gemeinderätin Christane Gruber, das einzige grüne Gewissen des Bauausschusses, recht, dass obwohl nicht unterkellert trotzdem die gleiche Grundfläche versiegelt wird. Stehen die Gebäude auf Pfählen, die garantiert nicht aus Holz sind, stellt sich schon die Frage, wieviel „betonierter“ Aufwand für die Statik nötig ist. Wie stark der auch hier erforderliche Aushub hinterher wieder verdichtet wird.
Da ja eine Hanglage besteht sollte deshalb die Baubehörde Starkregenereignisse konsequent mit in die Genehmigung einbeziehen