In der Summerstraße, seit einigen Monaten eine offizielle Fahrradstraße, stehen jetzt neue „Möbel“ in der Fahrbahn. An dem Gässchen, das von der Mühlfelder zur Seepromenade führt, gibt es nun eine Querungshilfe. Die Fahrbahn der Summerstraße wird durch die beiden Bordstein-bewehrten Grünflächen verengt, die Autos werden eingebremst. So werden die Fußgänger auf dem Weg zum See beim Überqueren der Summerstraße besser geschützt.
Gemeinderätin Anke Rasmussen (Grüne) lobte in ihrer Stellungnahme die Baumaßnahme.
Für Radfahrer, auf einer Fahrradstraße die „Chefs“, stellt die neue Engstelle möglicherweise aber eine Herausforderung dar. Sie dürfen auf der Summerstraße sogar nebeneinander fahren und die gesamte Fahrbahnbreite nutzen. Viele Radler werden sich wahrscheinlich trotzdem rechts einordnen. Dann stehen sie plötzlich vor der Querungshilfe, während neben ihnen ein Auto vorbeifährt und ihnen den Ausweichschlenker verstellt.
In einem Faltblatt klärt die Gemeindeverwaltung darüber auf, was eine Fahrradstraße ist:
• Radfahrer können nebeneinander fahren.
• Für alle Verkehrsteilnehmende beträgt die maximale Geschwindigkeit 30 km/h.
• Parken ist in den gekennzeichneten Flächen erlaubt.
• Überholen von Radfahrenden ist unter Beibehaltung der maximalen Geschwindigkeit von 30 km/h und Einhalten des Überholabstandes von mindestens 1,5 Metern grundsätzlich erlaubt.





Ja, da werden alle außer den Fußgängern mal einen Gang zurückschalten müssen – aber das war doch auch die Absicht! So können jetzt wenigstens Autos, Busse und LKW den Gehweg nicht mehr als erweiterte Fahrbahn nutzen.
Vielen Dank an Gemeinderat und Verwaltung, die das mutig umsetzen; spricht eine Mutter und ehemalige Anwohnerin, deren Kinder dort so manches Mal in Lebensgefahr waren.
Für Fahrradfahrer eine Zumutung, für Fussgänger (aus dem gegenüberliegenden Fussweg kommend) lebensgefährlich. Der KFZ Verkehr nutzt nun teilweise den Gehweg und rasiert wohl bald das erste unachtsame Kind. Schildbürgerstreich, da stimme ich zu!
Tatsächlich sicherer? Was soll es bringen, wenn Fußgänger jetzt einen Meter weiter vorne auf der vielbefahrenen Straße stehen? Das Gedränge nahm schon in der Vergangenheit für alle Verkehrsteilnehmer teils bedrohliche Ausmaße an. Und jetzt zusätzlich eine weitere m.E. völlig überflüssige Engstelle. Auch Radfahrer werden ausgebremst und an die armen Busfahrer hat im „Fehlplanungsbüro“ natürlich keiner gedacht. Wie war das gleich wieder mit dem Schildbürgerstreich? Und die Kosten – na ja, man hat´s ja.