Kein Kahlschlag, sondern behutsame Amputation: Die Silberweiden im Kienbach dürfen noch mal zeigen, was in ihnen steckt

Silberweiden bekommen zweite Chance

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Protest wirkt, Aktion funktioniert: Die bedrohten Silberweiden am Kienbach-Ufer sind nicht vollständig gerodet worden, sondern bekommen eine zweite Chance mit kupierter Krone. Die Bäume wurden nur soweit zurückgeschnitten, dass sie die Verkehrssicherheit nicht gefährden. Sie dürfen in den kommenden Sommern zeigen, dass noch viel Leben in ihnen steckt. Die Baum-Aktivistin Christl Voit hat mit ihrem Mann beharrlich für ein Weiterleben gekämpft.

Stummer Protest am Kienbach. Anwohner Jürgen Stadtlander, Ex-Bürgermeisterin Hollacher und Uli Spindler

An der Kienbachstraße war nach den Fällungen der 5 Bäume am Kienbach schon wieder Aktivistinnen-Alarm: Baumfreundinnen, Nachbarn und Fotografen gruppierten sich um die Umweltaktivistin Christl Voit, die um die 3 Silberweiden am Bachbett bangten. Die Baumpflege-Firma da Hoizknecht war von der Gemeinde beauftragt worden, die beiden Baumtorsi und eine Krone-tragende Silberweide auf ihre Stabilität hin zu untersuchen, zu kupieren und notfalls zu fällen.

Die Umweltreferentin der Gemeinde, Franziska Kalz, die zur Zeit von wenigen Menschen um ihren Job beneidet wird, stellte sich am Kienbach tapfer den Fragen von Baumfreunden, Aktivisten und Journalisten. Sie versprach den leicht aufgebrachten Naturschützern, dass Hoizknecht-Chef Singer die Bäume fachmännisch auf ihre Standsicherheit prüfen und auch nach möglichen Vogelnistplätzen untersuchen werde. „Der Chef selbst steigt in die Krone und nimmt sich die Bäume vor“, lobte Kalz Hoizknecht-Chef Sebastian Singer.

Die Gemeinde-Umweltreferentin Franziska Kalz im Bürgerdialog. Auch wenn’s mal ruppig wurde, blieb sie cool

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