Kahlschlag an der S-Bahnstrecke kurz vor Herrsching. herrsching.online-Leser Norbert Wittmann hat uns dieses Bild geschickt, das eine Totalrasur am Fuß- und Radweg neben der Bahn dokumentiert. Die Gemeinde, so Wittmann, wisse nichts über die Aktion, die Untere Naturschutzbehörde in Starnberg war nicht zu erreichen. Hecken sind wertvolle Lebens- und Nisträume für Vögel. So freuen sich Amseln, Grünfinken, Hänflingen, Mönchs- und Gartengrasmücken sowie etliche weitere Vogelarten über einen behüteten Rückzugsplatz. Eine Reihe von Säugetieren wie zum Beispiel die Igel verstecken sich nicht nur gern in dichtem Gestrüpp, sie ziehen dort auch ihren Nachwuchs groß. Deshalb, so die Naturschutzverbände, sollten Büsche, Sträucher und Hecken auch Bestandteile jedes naturnahen Gartens sein.
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Nein Frau Böckelmann, Ihre Kommentare sind kaum noch zu ertragen. Ist Naturschutz für Sie generell ein Fremdwort?
Warum so aggressiv, Herr Wirth? Wollen Sie hier nur Ihre eigene Meinung wiedergegeben sehen?
Ist die Frage nicht berechtigt, ob eine Hecke ein paar Meter neben einem Bahngleis ein „wertvoller Lebens- und Nistraum“ für diverse Vogelarten und ein „behüteter Rückzugsplatz“ auch für Igel sein kann?
Ich gehe davon aus, dass der Rückschnitt der Hecke von der Bahn veranlasst wurde und unter Sicherheitsaspekten erfolgt ist.
Man müsste also dort nachfragen, ob die Maßnahme nicht ein bisschen weniger radikal hätte sein können.
Leider ist es eben manchmal so, dass die Anliegen des Naturschutzes mit anderen – öffentlichen – Interessen kollidieren. Das ist in einer dichtbesiedelten Region wie der unseren kaum vermeidbar.
Es ist gut und richtig, wenn eine Initiative wie die jetzt neu gegründete dem Naturschutz wieder mehr Gewicht geben möchte (und hoffentlich auch kann), aber Abwägungen mit ebenfalls berechtigten, öffentlichen Interessen werden unvermeidlich bleiben.
Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass so dicht an den S-Bahn-Gleisen Vögel nisten.
Wie sieht das der Fachmann?