Intime Blicke aus dem Riesenrad

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Das Riesenrad heißt vermutlich so, weil es einen Riesenspaß macht. Allen? Nicht allen. Es gibt Gerüchte über Beschwerden von Nachbarn in der M-R-Straße. Aus den obersten Kabinen sehe man in die Wohnzimmer des gegenüberliegenden Wohnblocks, monierten Anlieger. Eine Dame soll sogar behauptet haben, dass ihr die Riesenrad-Passagiere in ihre Unterlagen gucken könnten, wenn sie auf dem Balkon arbeite. Das Riesenrad als Datenschutz-Risiko, so was gibt’s vielleicht nur in Herrsching

4 Comments

  1. Das ist doch nur noch lächerlich! Einmal ist in Herrsching etwas richtig Schönes, schon sind die Miesmacher nicht weit… Das sind 10 Tage, was ist denn mit den Leuten los?

  2. Herrsching feiert 1250 Jahre, und die Nachbarn in der Madelene Ruoff Straße haben die Lage analysiert: Das Riesenrad ist ein Datenschutzrisiko. Es wird also befürchtet, Festgäste könnten ihre Balkonunterlagen lesen? Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ringsum Blasmusik, Bierzelt, 1250 Jahre Ortsgeschichte, und jemand lehnt sich aus der Gondel, um Ihre Kontoauszüge aus 300 Metern zu entziffern. Wer so denkt, lebt vermutlich auch mit zugezogenen Vorhängen am See. Das Riesenrad dreht noch bis 21. Juni. Danach kehrt die Madelene Ruoff Straße zur gewohnten Stille zurück – und ihre Bewohner zu dem zurück, was sie am besten können: in Ruhe über den nächsten Anlass nachdenken. Wie sagt man so schön in Frankreich: La vie est trop courte pour être petite – Das Leben ist zu kurz, um klein(kariert) zu sein.

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