Rettet den Kiebitz

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Unter change.org/rettet-die-kiebitze haben die Kreisgruppe Starnberg und Ortsgruppe Seefeld des BUND Naturschutzes eine Online-Petition gestartet, die sich an den bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber und die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber richtet. Die Petition fordert einen verbindlichen Artenschutz mit einer gerechten Entlohnung der Landwirtschaft, damit die Kiebitze in Bayern überleben.

Der Bestand der Kiebitze ist in Deutschland zwischen 1980 und 2016 um 93 Prozent zurückgegangen. Bayern trägt mit 10,3 Prozent Anteil an der deutschen Population eine erhebliche Verantwortung für den Kiebitz-Bestand. Für einen günstigen Erhaltungszustand der stark gefährdeten Vogelart wären 20.600 Brutpaare in Bayern notwendig. In der bayerischen Wiesenbrüterkartierung 2014/15 wurden jedoch nur noch 2.509 Brutpaare erfasst.

Seit vielen Jahren versucht der Freistaat mit Einzelprojekten, den Kiebitzbestand zu stabilisieren. Die Bemühungen sind jedoch größtenteils vergeblich, weil nicht flächendeckend gehandelt wird, sondern nur in einzelnen Modellprojekten. Die 2020 ausgewiesene Feldvogelkulisse wäre eine gute Grundlage, um funktionierende Maßnahmen umzusetzen, sagt der BUND. Stattdessen setzt Bayern ausschließlich auf Freiwilligkeit und bietet im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) eine Entschädigung von 680 Euro pro Hektar für die Einrichtung von Feldvogelinseln an. Der Betrag ist jedoch viel zu knapp bemessen, denn mit Getreideanbau lässt sich mehr als dreimal so viel erlösen. Selbst nach Abzug der Kosten ist Feldvogelschutz also ein schlechtes Geschäft für den Landwirt. Der BUND Naturschutz hofft, dass viele Menschen die Petition unterzeichnen und damit die Staatsregierung auffordern, einen funktionierenden Wiesenbrüterschutz in Bayern sicherzustellen.

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