Auch das Tierheim in Starnberg kämpft mit Inflation und Energiekrise. Der Herrschinger Bürgermeister kündigte in der Gemeinderatssitzung an, dass die Seegemeinde künftig wohl 1,60 Euro pro Einwohner für das Tierasyl berappen müsse. Tierschützer befürchten, dass sich einige Tierhalter die Ausgaben für Tierarzt oder Futter nicht mehr leisten können und ihre Tiere deshalb abgeben. Allein die Tierarztkosten sollen laut der neuen Tierarzt-Gebührenordnung um bis zu 100 Prozent steigen. Die Heime seien aber schon jetzt übervoll. Jeder Euro an Spenden und jede Dose Futter sei wichtig, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins Erding, der Süddeutschen Zeitung. Herrsching nimmt im nächsten Jahr rund 11 000 Euro mehr an Hundesteuer ein.
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Das Tierheim Starnberg sollte eventuell etwas weniger wählerisch bei der Auswahl seiner „Kunden“ sein, dann wäre es möglicherweise nicht so überfüllt.
Als wir vor ein paar Jahren wieder eine Katze zu uns nehmen wollten, wurde uns dies mit der Begründung verwehrt, unser Haus läge zu dicht an einer der Durchfahrtsstraßen Herrschings (80 Meter). Die zuständige Dame hatte sich die Lage unseres Hauses auf Google Maps angesehen und dementsprechend entschieden. Den weitläufigen Garten auf der anderen Seite, auf der Katzen ihr Vergnügen finden können, hatte sie anscheinend übersehen, und zu einer persönlichen Besichtigung war sie nicht bereit.
Unsere Argumentation, dass bisher noch keine unserer Katzen dieser Straße zum Opfer gefallen ist, trotz der offenbar als so gefährlich empfundenen Situation, dass sie teilweise 17 und 18 Jahre geworden sind und eines natürlichen Todes gestorben sind, fruchtete nichts.
Wir haben uns dann aus anderer Quelle eine kleine Katze besorgt, die sich bis heute bei bester Gesundheit ihres Lebens erfreut.
Von anderer Seite haben wir Ähnliches gehört. Die Fürsorglichkeit gegenüber den in der Obhut des Tierheims befindlichen Tieren ist ja gut und schön, aber man kann es auch übertreiben.