Ein seltsames, spinnenartiges Wesen wird ab 13. Februar im Kienbach herumkraxeln: Um die Standfestigkeit der Ufermauern zu überprüfen, schürft ein Schreitbagger im Wildbach nach morschen Mauern und brüchigen Befestigungen. Die Arbeiten dauern vom Montag, 23. Februar, bis Anfang März. Das Wasserwirtschaftsamt wird am 27. Februar das Bach-Sanierungs-Konzept im Herrschinger Gemeinderat vorstellen.
Der Schreitbagger müsse, so das Wasserwirtschaftsamt, an mehreren Stellen in den Kienbach einsteigen. Die Einstiegsstellen werden so gewählt, dass der Eingriff so gering wie möglich gehalten werde. Die Schürfe (Bohrungen) würden nach Feststellung der Tiefe und des Zustands der „Gründung“ (Uferbefestigungen) umgehend wieder verfüllt (geschlossen). Sowohl der Zeitpunkt als auch das Gerät und das Verfahren würden so gewählt, dass der Eingriff in das Bachbett und die Flora und Fauna so gering wie möglich sei. Die Maßnahme sei mit allen fachlich zuständigen Stellen abgestimmt.
Ende Februar werden zudem noch elf Bohrungen (Tiefe etwa 10 bis 12 Meter), insbesondere im Umfeld von Brücken erstellt. Die Bohrungen finden außerhalb des Kienbachs statt. Mit den beschriebenen Maßnahmen sei dann die Baugrunderkundung im Rahmen der Vorplanung abgeschlossen, schreibt das Wasserwirtschaftsamt.
Anwohner haben im Vorfeld der Schürfe die Informationspolitik des Wasserwirtschaftsamtes gelobt. Bei einer Bachbegehung hätten, so berichten Kienbach-nahe Anwohner, die Fachleute des Wasserwirtschaftsamtes sehr eingehend über die Schürfe informiert. Auch sei versichert worden, dass beim Entern des Baches durch den Schreitbagger keine Bäume gefällt würden.



